Die Beschäftigtenbefragung „gesund arbeiten“ ermittelt ein umfassendes Bild zur Gesundheits- und Belastungssituation von Beschäftigten. Sie liefert Hinweise auf Optimierungspotenziale und kann als Grundlage für weitere Maßnahmen dienen. Eine Wiederholungsbefragung kann der Evaluation von Maßnahmen dienen bzw. bietet die Möglichkeit Veränderungen zu überprüfen und sichtbar zu machen.

 

Der Fragebogen umfasst die Themenbereiche:

  • allgemeine Fragen zu Ihrer Arbeit,

  •  körperliche Beanspruchung und Arbeitsumgebung,

  • Arbeitsaufgaben und Arbeitsanforderungen,

  • Arbeitszeit und Freizeit,

  •  Unternehmensleistungen,

  • Informationspolitik und Mitarbeiterbeteiligung,

  • Zufriedenheit mit Führungsstil der direkten Vorgesetzten,

  • Betriebsklima,

  • Ich und das Unternehmen,

  • körperliche Beschwerden,

  • Gefühlszustand,

  • langfristige Ausübung der Tätigkeit,

  • Gestaltungsmöglichkeiten,

  • persönliche Angaben (Alter, Tätigkeitsdauer, Arbeitsbereich)

 

Es bietet sich eine Auswertung nach Häufigkeiten sowie eine Auswertung nach Alter und Bereichen/ Tätigkeiten mittels eines Statistikprogramms (z. B. Excel) an.

Mitarbeiterbefragung „Gesund Arbeiten“, LagO

Kombinierbarkeit/Verbindung zu anderen Tools

Die Beschäftigtenbefragung eignet sich gut als Einstieg in das Thema „gesunde Arbeit“. Aus ihr können sich weitere Bedarfe/ Themenfelder ergeben, die bspw. mit den Werkzeugen dieser Toolbox bearbeitet werden können.

Beurteilungskriterien, z.B.:

Weitere Angebote

  • Bezug zum Einzelhandel: gut geeignet, zwei Fragen (13 & 17) sind dafür vorgesehen, dass jedes Unternehmen sie auf die eigene Situation anpasst

  • Demografiebezug: Altersbezug

  • Voraussetzungen: PC-Zugang für eine Online-Version (muss programmiert werden), alternativ Papierversion, Excel oder ein anderes Statistikprogramm sowie entsprechende Kenntnisse hierfür, Kenntnisse im Projektmanagement. Da die Anonymität der Befragten gewahrt werden muss, sollte im Vorhinein klar sein, wie ein anonymes Verfahren gewährleistet werden kann und wer die Bögen auswerten darf. Ggf. bietet sich dazu externe Unterstützung an. Erfahrung mit der Durchführung von Beschäftigtenbefragungen ist hilfreich.

  • Einsetzbarkeit: Befragungen bieten sich erst ab einer gewissen Unternehmensgröße (etwa ab 50 Beschäftigten) an, damit keine Rückschlüsse auf einzelne Beschäftigte gezogen werden können. Bei kleineren Unternehmen bietet sich eher ein Workshopformat an.

  • Ausrichtung des Tools: Verhältnisorientiert

  • Anwender im Betrieb: Führungskräfte, Personaler, Personal-/ Betriebsrat (Beschäftigtenbefragungen zu diesen Themen sind in der Regel mitbestimmungspflichtig)

  • Zugang: kostenfrei verfügbar unter: http://www.lago-projekt.de/medien/instrumente/Fragebogen_Mitarbeiterbefragung.pdf

  • Betrieblicher Aufwand: Vorbereitung der Befragung, etwa 20-30 Minuten zum Ausfüllen, Zeit für begleitendes Projektmanagement, Vorab-Information der Beschäftigten und Vorstellung der Ergebnisse, Zeit für die Auswertung der Ergebnisse

  • Unterstützung für den erfolgreichen Einsatz (Aspekte zur Nachhaltigkeit): Wahrung von Freiwilligkeit der Teilnahme, Partizipation in der Planung, Gewährleistung von Anonymität und Datenschutz, Information über die Ergebnisse; zudem erscheint ein Auftakt-Workshop bzw. Informationsveranstaltung und im Nachgang eine zeitnahe Weiterverarbeitung der Ergebnisse, z. B. durch einen Arbeitskreis oder im Rahmen eines Auswertungs-Workshop, im Hinblick auf Ziele und Maßnahmen sinnvoll.

Projekthintergrund: http://www.inqa.de/DE/Mitmachen-Die-Initiative/Foerderprojekte/neu-lago.html

Download: http://www.lago-projekt.de/medien/instrumente/Fragebogen_Mitarbeiterbefragung.pdf

Link zu den Autor/innen: Grundlage des Fragebogens bilden diese Quellen: http://www.kmu-vital.ch und Was ist gute Arbeit? Das erwarten Erwerbstätige von ihrem Arbeitsplatz: http://www.inqa.de/DE/Angebote/Publikationen/was-ist-gute-arbeit-kurzfassung.html, im Rahmen des Projekts LagO erstellt durch: www.iso-institut.de

Diese Übersicht als PDF: 

Anwendungsbeschreibung und Ziel

© 2017 Gesellschaft für Gute Arbeit