Bei der Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren haben Führungskräfte eine bedeutende Rolle. Sie sind verantwortlich für die Sicherheit und Gesundheit der ihnen unterstellten Beschäftigten. Im Rahmen ihrer Aufgaben beurteilen sie die Belastungen und Gefährdungen, denen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgesetzt sind, und schaffen die Voraussetzungen für eine menschengerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Der Erhalt und die Förderung der Gesundheit aller Beschäftigten als Führungsaufgabe werden maßgeblich durch die Rahmenbedingungen in den Unternehmen und Organisationen beeinflusst. Daher muss gesundheitsorientiertes Führungsverhalten im Unternehmensleitbild verankert werden. Das Führungskräftetraining setzt hier auf eine Sensibilisierung der Entscheidungsträgerinnen und -träger: Zunächst werden arbeitsbezogene Problemlagen und deren gesundheitliche Auswirkungen auf die Führungskraft selbst vermittelt. Anschließend werden die Auswirkungen des Handelns der Führungskraft auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dargestellt. Darauf aufbauend werden Anforderungen an die Gestaltung menschengerechter Arbeitsbedingungen aufgezeigt, von deren Erfüllung Führungskräfte und die ihnen unterstellten Beschäftigten gleichermaßen profitieren.

Gesundheitsförderliche Führung beinhaltet damit die Verantwortung für die Gesundheit der Beschäftigten und der Führungskräfte selbst. Gesundheitsbezogene Ziele werden gleichzeitig Teil der betrieblichen Ziel- und Kennzahlensysteme. Ebenfalls kann den Erfordernissen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes entsprochen werden durch die gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen und die Entwicklung einer motivierenden und beteiligungsorientierten Führungskultur, die Wertschätzung vermittelt.

 

Folgende Themen werden im Führungskräftetraining behandelt:

  • Gesundheit und Krankheit

  • Veränderung der Fähigkeiten eines Menschen im Verlaufe des Arbeitslebens

  • Führungskräfte und eigene Gesundheit

  • Belastung und Beanspruchung

  • Grundlagen körperlicher Belastungen

  • Grundlagen psychischer Belastungen

  • Aufgaben der Führungskraft im Arbeits- und Gesundheitsschutz

  • Führungskräfte und Gesundheit der Mitarbeiter: was sie zum Erhalt der Gesundheit ihrer MA beitragen können

  • Das Arbeitssystem und seine Gestaltungsmöglichkeiten

Exemplarische Maßnahmen alternsgerechter Arbeitsgestaltung: z.B. Qualifizierung zum Belastungswechsel am Beispiel

Führungskräftetraining: Alternsgerechte Arbeitsgestaltung & Führung und Gesundheit

Kombinierbarkeit/Verbindung zu anderen Tools

Werkzeugkasten Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Qualifizierung zum BEM-Koordinator, Werkzeugkoffer „Gesunde Büroarbeit“, Arbeitsplatzkataster, alternskritische Gefährdungs- und Belastungsbeurteilung

Beurteilungskriterien, z.B.:

Weitere Angebote

  • Bezug zum Einzelhandel: für den Einzelhandel anwendbar

  • Demografiebezug: ja

  • Voraussetzungen: keine

  • Einsetzbarkeit: für alle Unternehmensgrößen

  • Ausrichtung des Tools: verhaltens- und verhältnisorientiert

  • Anwender im Betrieb: Fach- und Führungskräfte, Demografiebeauftragte, Betriebsrat

  • Zugang: persönliche Anfrage bei den Autoren

  • Betrieblicher Aufwand: variabel durch modulare Struktur des Trainings

  • Unterstützung für den erfolgreichen Einsatz (Aspekte zur Nachhaltigkeit): Einführung einer beteiligungsorientierten und wertschätzenden Unternehmenskultur, Optimierung des betrieblichen Zielsystems

Link zu den Autor/innen: BIT e.V. Bochum: http://www.bit-bochum.de, Andrea Lange und Hans Szymanski

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Anwendungsbeschreibung und Ziel

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