Das Tool IREQ zeigt Handlungskonzepte zur Deckung des zukünftigen qualifizierten Ersatzbedarfes bei einem knapper werdenden Arbeitskräfteangebot durch interne Rekrutierung und Weiterbildung auf. Durch IREQ sollen Unternehmen durch die Entwicklung von Konzepten und Instrumenten in verschiedenen Handlungsfeldern bei der internen Fachkräfte­siche­rung unterstützt werden. Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Bindung und Weiterqualifizierung der eigenen Belegschaft eine wichtige Strategie dazu. Sie sind bei der Besetzung von Fach- und Führungskräften gegenüber großen Unternehmen oft im Nachteil, da sie im Wettbewerb um die knapper werdenden Fachkräfte weniger Entwicklungs­perspektiven bieten können und häufig eine niedrigere Gehaltsstruktur haben. Wichtig dabei ist es, die richtigen Kandidaten im Unternehmen zu identifizieren und das Wissen und die Fähigkei­ten der eigenen Beschäftigten zu kennen, um diese(s) weiterzuentwickeln. Dies setzt voraus, dass die Kompetenzen der Beschäftigten systematisch erfasst, ausgewer­tet und zur Personalentwick­lung genutzt werden.

 

Hier setzt IREQ an: IREQ unterstützt Betriebe darin, Tätigkeiten klar zu beschreiben und Anforderungen festzulegen. Zugleich werden die fachlichen Fähigkeiten und die überfach­lichen Kompetenzen der einzelnen Beschäftigten ermittelt. Einzelne Mitarbeiter können für konkrete Um- und Aufstiegsqualifikationen identifiziert und ein System betrieblicher Karrierewege aufgebaut werden. Geklärt werden kann, für welche anderen Tätigkeiten im Unternehmen eine Person befähigt ist und mit welchem Inhalt und Aufwand eine Quali­fizierung verbunden ist. IREQ stößt Analyseprozesse an, die über die reine Fachkräftesicherung hinauslaufen. Mit dem Wissen zu Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftig­ten können die Betriebe auch andere Maßnahmen (z. B. zur alternsgerechten Arbeitsgestaltung) anstoßen. Aus der Implementierung der Methoden und Verfahren in die Unterneh­menspraxis kann sich ein äußerst positiver Einfluss auf die Unternehmenskultur entwickeln.

IREQ – Interne Rekrutierung – Entwicklungspfade und Qualifizierungskonzepte

Kombinierbarkeit/Verbindung zu anderen Tools

Ergänzung durch Analyse-Werkzeuge wie z. B. die AKKu-Arbeitsfähigkeits- und Altersstrukturanalyse (AFSA), die AKKu-Kurz- und Expertenchecks zur Ar­beitsfähigkeit oder die AKKu-UnternehmensPEP zur Ermitt­lung bestehender oder zukünftiger Defizite, vorab eventuell Einsatz der AKKu-Aufgabenanalyse. Weiterhin kann das Starter-Set Strategische Personalplanung genutzt werden.

 

Bei weiterführendem Personalbedarf bieten sich zusätzlich Instrumente zur externen Rekrutierung wie z. B. die pinowa Rekrutierungstoolbox an.

Beurteilungskriterien, z.B.:

Weitere Angebote

  • Bezug zum Einzelhandel: gut in kleinen und mittelständischen Unternehmen oder in Filialbetrieben einsetzbar

  • Demografiebezug: Altersbezug, Generationenbezug, lebensphasenorientiert

  • Voraussetzungen: keine spezifischen, guter Überblick über das eigene Unternehmen

  • Einsetzbarkeit: für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt, auch im Handel gut einsetzbar

  • Ausrichtung des Tools: verhältnisorientiert

  • Anwender im Betrieb: Personalverantwortliche, Personalentwickler, Marktleitende/Filialleitende, Betriebsräte, Geschäftsführende

  • Zugang: kostenfreier Download unter: www.interne-rekrutierung.de/downloads/ und http://www.inqa.de/DE/Angebote/Publikationen/interne-potenziale-ireq.html

  • Betrieblicher Aufwand: Einstieg mit Broschüre „Interne Potenziale“ (ca. 50 Seiten) ab ca. 1 Stunde, dann je nach weiterer Verwendung der Instrumente

  • Unterstützung für den erfolgreichen Einsatz (Aspekte zur Nachhaltigkeit): verzahntes Vorgehen von Personalverantwortlichen, Betriebsräten, Markt-/Filialleitenden, Geschäftsführenden unter Mitwirkung der Mitarbeitenden; Ausbildung und Einsatz interner Bildungsberater/-innen zur Sicherung der Nachhaltigkeit

Anwendungsbeschreibung und Ziel

© 2017 Gesellschaft für Gute Arbeit